Mittwoch, 28. November 2007

Exposé – Showroom

Die Hochschule Konstanz steht, wie alle deutschen Hochschulen, zunehmend im Wettbewerb um öffentliche Aufmerksamkeit. Dabei geht es zum einen darum, möglichst qualifizierte Studienbewerber anzuwerben und Absolventen im internationalen Arbeitsmarkt erfolgreich zu platzieren, zum anderen geht es darum, zusätzliche Mittel aus Forschungsprojekten der öffentlichen Hand oder der privaten Wirtschaft in die Hochschule zu lenken.Die Hochschule Konstanz muss intensiver als bisher ihre Stärken kommunizieren und die Besonderheiteneines Studiums an der HTWG Konstanz auch für interessierte Laien anschaulich darstellen. Es istdaher naheliegend, einige der Kernthemen der HTWG, wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Interdisziplinarität, Internationalität, nicht nur via Internet und in gedruckten Broschüren zu kommunizieren, sondern die anwendungsorientierte Beschäftigung mit diesen Themen auch anhand praktischer Beispiele glaubhaft zu belegen. Ideal wäre es, wenn diese Kernthemen der HTWG darüberhinaus nicht nur in einzelnen, zeitlich eng begrenzten Studienprojekten angesprochen werden, sondern auf längere Sicht in einem komplexen, fakultätsübergreifenden Projekt dauerhaft zusammengeführt würden. Als koordinierendes Projekt könnte ein architektonisch anspruchsvolles, temporäres Ausstellungs- und Informationsgebäude auf dem Campus diesem Zweck in mehrfacher Hinsicht dienen: Zum einen bietet ein solcher Bau die Möglichkeit, Erkenntnisse aus der Hochschularbeit der Öffentlichkeit in Form von Ausstellungen, Tagungen und Symposiennäher zu bringen, zum anderen ließen sich bei der praktischen Umsetzung eines solchen Baus Kernkompetenzen der HTWG in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Betriebswirtschaft und Gestaltung anschaulich erproben und darstellen. Ein solcher Bau gäbe sowohl als gebautes Beispiel für innovatives Denken wie auch als Kommunikationszentrum der Hochschule immer wieder Anlass zu Berichten in unterschiedlichen regionalen und überregionalen Medien und Zusammenhängen. Ein erster, sinnvoller Schritt zu einem solchen Gebäude ist ein interdisziplinärer, hochschulweiter Ideenwettbewerb. In der Folge können weiterreichende Fragen, wie z.B. die Teilfinanzierung des Projektes mittels Marketing- und Sponsoringkonzepten in einem interdisziplinären, studiengangsübergreifenden Masterprojekt (KD/BWL/BI) angegangen und gelöst werden. Parallel dazu bietet es sich an, in einer zweiten Projektgruppe (AR/BI/EI) bau- und energietechnische Neuerungen mit Partnern aus der freien Wirtschaft zu entwickeln und zu erproben. Auch wenn das neue Gebäude aus Kostengründen selbst nicht den höchsten Energiesparanforderungen genügen sollte, können an ihm doch energietechnische Zusammenhänge erläutert werden und exemplarisch auf Energiesparmaßnahmen an anderen, weniger sichtbaren Stellen der Hochschule hingewiesenwerden. Im Rahmen eines hochschulinternen Emissionshandels könnte der Energiehaushalt der gesamten Hochschule erforscht werden (EI/WIB/AR) und in einem weiteren Schritt optimiert werden. Nicht zuletzt bietet ein solches interdisziplinäres, fakultätsübergreifendes Projekt die Chance zurVerbesserung der Lehre und setzt Akzente in den ausgewiesenen Forschungsbereichen der Hochschule, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Als »gebautes Zeichen« trägt das Gebäude zudem zur Identität der Hochschule als Ort von Innovation und Transparenz bei und rechtfertigte so für bestimmte Bereiche desProjekts auch den Einsatz von Mitteln aus Studiengebühren. (aus einem Schreiben von Prof. Valentin Wormbs an den Präsidenten der Hochschule Konstanz, Dr. Kai Handel im Mai 2007)

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